Stimmen



Honiglicht in schwarzer Form


von Darshan, Dezember 2025



Er ist Künstler.

Sein Pinsel: die Augen

Die Farben: sein Blick.

Seine Aufgabe: Berühren.

Er rührt die Farben an.


Schwarz seine Kleidung.

Boss oder Gucci.

Schönheit, die nichts beweisen muss.


Worte wie Krishna und Shakti

berühren nur die Oberfläche

dessen, was geschieht.


Aus seinen Augen tropft Liebe.

Ein Blick.

Dämme brechen.

Der Raum verliert seine Konturen.


Seine Kunst:

das Ego

zu Tode zu lieben.

Offen wie ein Geheimnis,

das nichts verbirgt.


Schwarze Brille - ein Brennglas.

Dahinter Augen,

satt vom Sein.


Wenn er spricht,

werden Worte zu Landschaften.

Flüsse erinnern sich

an ihren Ursprung.


Zuhause -

ein Duft von Ankommen

ohne Bewegung.


Benares.

Ein Name wie Rauch auf der Zunge.

Weisse Haare -

die Stille kennt seinen Namen.


Varanasi -

wo der Tod anfängt

sich zu entkleiden.

Asche, die atmet.


An seinen Lippen

hängt der Atem der Suchenden,

Suchende auf der Suche

nach dem Ende der Suche.


Die Liebe tropft,

zieht zarte Fäden,

verwebt den Raum,

klebt alles aneinander,

was je getrennt schien.


Der Raum wird zur Leinwand.

Sein Blick setzt an.

Er malt mit Präsenz.

Farbe rinnt,

Schicht um Schicht.


Am Ende:

kein Bild entstanden.


Nur der Raum,

der nichts mehr trägt

als sich Selbst


und Liebe,

die nichts mehr berührt,

weil sie alles ist,


wie Honiglicht in schwarzer Form.




In Liebe, Deine Liebe